Wie alles begann

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Die Geschichte Müggelheims ist jung: Knapp 270 Jahre ist der Ort erst alt.

Am 1. Juni 1747 unterschrieb der preußische König „Friedrich der Große“ die Gründungsurkunde Müggelheims: Die Besiedlung des Gebiets ging der Wunsch des Königs voran.

Die Siedlungspolitik Friedrichs hatte den Umzug zwanzig protestantischer Bauernfamilien nach Müggelheim zur Folge und ist für die Gegend fast einzigartig: Müggelheim ist eine der wenigen bäuerlichen Kolonien nahe Berlins.

Die Familien erhielten zu Beginn vom Königshaus 90 Morgen Acker, sowie19 Morgen und 43 Quadratruten Wiesen als Erbpacht. Bei einem preußischen Morgen handelt es sich um 5216,12 Quadratmeter – also knapp 47 Hektar Acker und knapp 10 Hektar Wiese. Ihre Häuser, Fachwerkhäuser mit Strohdach, bauten die ehemaligen Odernheimer selber.

Der Ortsname „Müggelheim“ setzte sich dabei aus den zwei Namen „Odernheim“ und „Müggelsee“ zusammen: Odernheim war der Name des ehemaligen Heimatdorfes des Großteils der Siedler – das neue gegründete Dorf, also Müggelheim, lag nahe des Müggelsees. Aus dem „Müggel“ und dem „heim“ entstand „Müggelheim“.

Zu Beginn entwickelte sich das Dorf – trotz der Nähe zur Hauptstadt – sehr langsam. Dies änderte sich erst 1890, als Ausflügler Müggelheim und die nahegelegene Seenlandschaft für sich entdeckten. Um dem Besucherandrang Herr zu werden, wurden Gaststätten und Cafés errichtet, die zu einer räumlichen Ausbreitung des Ortes führten.

Die Entstehungsgeschichte des Ortes, der bis ins 19. Jahrhundert hinein noch als „Müggelsheim“ bekannt war, weist große Ähnlichkeiten zur des benachbarten Friedrichshagen auf.